Praxiszentrum für Urologie

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Urologisches Lexikon

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Ablatio

Entfernung, z.B. Amputation der weiblichen Brust (ablatio mammae) oder Entfernung eines Hodens (ablatio testis).

Abszess

Eiteransammlung in einem durch krankhafte Vorgänge entstandenen, nach allen Seiten abgeschlossenen Hohlraum im Gewebe.

Adenom

Gutartige Geschwulst mit Ursprung in drüsenbildendem Gewebe wie z.B. der Prostata. Ein Prostataadenom verursacht typischerweise u. Blasenentleerungsstörungen.

Agonadismus

Das völlige Fehlen der Keimdrüsen (Gonaden). Bei der Frau handelt es sich um die Eierstöcke, beim Mann um die Hoden. Diese Missbildung tritt nur äußerst selten auf.

AIDS

Durch das HIV-Virus (human immunodeficiency virus) verursachte Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems. Häufigster Übertragungsweg beim Geschlechtsverkehr über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Samenflüssigkeit, Scheidensekret. Ferner Blutübertragungen mit HIV-haltigem Blut, gemeinsames Benutzen von Nadeln bei Drogenabhängigen. Trotz verbesserter medikamentöser Behandlung, die den Verlauf der Krankheit abmildern und das Leben verlängern können, führt AIDS schließlich zum Tode. Eine Heilung oder vorbeugende Schutzimpfung gibt es derzeit für AIDS noch nicht. Fieberhaft wird in der Forschung an der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes gearbeitet. Vorbeugung ist nur durch das Benutzen von Kondomen beim Geschlechtsverkehr (Safer-Sex) und das Meiden von ansteckenden Materialien möglich.

Akkomodation

funktionelle Anpassung, Einstellung eines Organs auf die zu erfüllende Aufgabe

alkalische Phosphatase

siehe Phosphatase, alkalische

Anamnese

Die Anamnese ist die persönliche Krankheitsvorgeschichte des Patienten, entweder von ihm selbst oder von Angehörigen mitgeteilt, ergänzt durch Krankheitsangaben aus dem Familienbereich. Die persönliche Lebensgeschichte wird als „biografische Anamnese“ bezeichnet. Auch beim Urologen wird die ausführliche Befragung über das Allgemeinbefinden an erster Stelle stehen. Erst dann wird die Erhebung der speziellen urologischen Krankheitsvorgeschichte erfolgen. Oft stehen Krankheitsbilder wie Erkältungen oder Infektionen, Mittelohr- oder Mandelentzündungen, Eiterherde (Abszesse), Baucheingriffe oder bei Frauen Unterleibsoperationen usw. in direktem Zusammenhang mit urologischen Erkrankungen. Der Urologe wird sich über das momentane Befinden des Patienten erkundigen, ob er starke Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost hat und ob sichtbare Veränderungen des Harns bestehen. Er wird sich die Stelle des Schmerzes zeigen lassen und sich über Art, Stärke, Dauer und Ausstrahlung des Schmerzes informieren. Die Häufigkeit, Form und der Zeitpunkt (z. B. in der Nacht) des Wasserlassens sind von größter Wichtigkeit für die nachfolgende Untersuchung.

Androgenblockade

Blockierung der Androgenproduktion im Rahmen der Therapie des Prostatacarcinoms.

Androgene

Männliche Hormone. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron, welches hauptsächlich im Hoden gebildet wird.

Antiandrogene

Medikamente mit Wirkung gegen die männlichen Hormone. (Das Prostatakarzinom wächst in den meisten Fällen Androgen-abhängig. Durch ein Antiandrogen wird seine Entwicklung eingeschränkt).

Antihormone

Substanzen, die die Wirkung der im menschlichen Körper gebildeten Hormone blockieren und bei der Behandlung von hormonabhängigen Tumoren (z.B. Prostatakrebs) zum Einsatz kommen können.

Antiöstrogene

Substanzen, die die Wirkung von Östrogen an östrogenabhängigen Tumorzellen oder Metastasen blockieren. Behandlungsverfahren bei hormonabhängigen Tumoren, z.B. dem fortgeschrittenem Brustkrebs.

Antiphlogistika

Entzündungen hemmende Arzneimittel.Entzündungen hemmende Arzneimittel.

Anurie

Fehlende oder nur sehr geringe Harnausscheidung (weniger als 100 ml Harn in 24 Stunden). Ursachen sind unter anderem ernsthafte Störungen der Nieren, ein schwerer Schock oder ein Verschluss der Harnröhre.

Anus praeter (naturalis)

Künstlicher Darmausgang im Bereich der Bauchdecke zur Stuhlentleerung (in einem Auffangbeutel).

Aphrodisiaka

Mittel zur Anregung des Geschlechtstriebes.

Aspermie

Fehlen von Samenfäden im Ejakulat.

Ausscheidungsurographie = AUG

Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege nach Kontrastmittelgabe.

Azoospermie

Das Fehlen von beweglichen, reifen Samenfäden (Spermien) bei der Untersuchung der Samenflüssigkeit des Mannes (Spermiogramm oder Spermatogramm) zur Feststellung der Fruchtbarkeit (Fertilität).

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